Mobi-Start: Rassismus Tötet!-Kampagne

Wir unterstützen die bundesweite ,,Rassismus Tötet!'‘ Kampagne durch eine regionale Mobilisierung im Netzwerk mit der Initiative-Christy-Schwundeck. Es wird dabei von unserer Seite mehrere Mobilisierungsveranstaltungen und Vorträge geben, die wir zeitnah veröffentlichen werden. Wir rufen alle antifaschistischen und antirassistischen Gruppen und Initiativen in Frankfurt auf, sich an der geplanten Großdemonstration in Rostock Lichtenhagen am 25.08.2012 zu beteiligen.

Veranstaltungen von Siempre*Antifa Frankfurt im Rahmen der Kampagne:

,,How to get through'‘ Filmabend und Diskussionsveranstaltung
Mittwoch, 08.08.2012 / 20:00 Uhr / Klapperfeldstraße 5 / Frankfurt aM

„How to get through“ ist eine filmische Anschlagserklärung auf den Frankfurter Flughafen. Hier hatten 1995 antirassistische Aktivist_innen die Telekommunikationsleitungen gekappt. Der Anschlag richtite sich gegen die Massenabschiebungen auf dem Frankfurter Großflughafen. Er stellt diese in einen Zusammenhang mit den Pogromen von Rostock und der Abschaffung des Grundrecht auf Asyl.

,,Wer Gewalt sät…Von Brandstiftern und Biedermännern'‘ Filmabend und Diskussionsveranstaltung
Mittwoch, 15.08.2012 / 20:00 Uhr / Klapperfeldstraße 5 / Frankfurt aM

„Wer Gewalt sät…“ bezieht klar Partei für die Opfer der rassistischen Anschläge auf Asylunterkünfte und kritisiert offen die Änderung des Grundrechtes auf Asyl – eine Seltenheit in diesen Tagen. Die Dokumentation lässt Die Betroffenen selbst, kritische Soziolog_innen, Journalist_innen, poltisch Aktive aus Rostock zu Wort kommen und überlässt das mediale Podium nicht allein den politischen Scharfmacher_innen. „Wer Gewalt sät…“ thematisiert auch die Anschläge von Mölln und Hoyerswerda und stellt diese in den politischen Kontext der damaligen Tage.

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen – 20 Jahre danach.
Bild- und Film-Vortrag der Kampagne „Rassismus tötet!“

Montag, 20.08.2012 / 19:00 Uhr / Leipziger Straße 91

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: Über mehrere Tage wütet ein rassistischer Mob aus „braven“ Deutschen und organisierten Neonazis gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge und ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer DDR-Vertragsarbeiter_innen. Steine und Molotov Cocktails flogen – das es in diesen Tagen keine Toten gab, war pures Glück. Der Staat ließ die Brandstifter gewähren. Zynisch nutzten die großen Volksparteien das Pogrom, um die lang diskutierte Änderung des Artikels 16 zu vollziehen. Kurz gesagt: Die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Lichtenhagen ist nicht bloß die Verkettung von Ereignissen oder das Resultat einer rassistischen Debatte, sondern ein inszeniertes Fanal – ausgeführt vom Mob und ermöglicht durch strategische Absprachen der Verantwortlichen auf Lokal- und Bundesebene. Der Staat öffnete damals seine Schleusen nach rechts um die Verfassungsänderung zu bewirken. Die jährlichen 7.917 Abschiebungen aus Deutschland können darum von den Ereignissen 1992/1993 nicht losgelöst betrachtet werden.

„Wo steht die deutsche Gesellschaft heute, 20 Jahre nach Rostock?“ Eine Antwort bleibt meist aus. In Anbetracht der Allgegenwärtigkeit von NSU- und „Sarrazin-Debatte“ und des Jahrestages von Rostock fällt es schwer den Überblick zu behalten angesichts der Hetze und der vielen Toten. In der Veranstaltung zeichnen wir die Ereignisse 1992 und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen nach (mit Bild- und Filmmaterial aus den 90ern). Gleichzeitig werden Parallelen, Unterschiede und Strategiewechsel des rassistischen Diskurses herausgearbeitet.

Bundesweite Mobilisierung: http://rassismus-toetet.de/

Regionale Mobilisierung: http://rassismustoetetfrankfurt.blogsport.de


1 Antwort auf „Mobi-Start: Rassismus Tötet!-Kampagne“


  1. 1 Montag, 20. August 2012, 20 Uhr // Das bisschen Totschlag. Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen und die Folgen « Pingback am 15. August 2012 um 23:24 Uhr
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