Archiv für März 2013

Demo zum NSU-Prozess in München

xWir unterstützen den Aufruf Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen eines breiten antifaschistischen Bündnisses anlässlich des NSU-Prozesses gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe am 13. April in München:

Im November 2011 wurde bekannt, dass die rassistischen und mörderischen Taten der Nazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sieben Jahre lang unter den Augen der Sicherheitsbehörden begangen wurden. Sie haben zehn Menschen ermordet und zwei Sprengstoffanschläge verübt. In den Medien wurde der Begriff „Döner-Morde“ geprägt und die Sonderkommission gab sich den Namen „Bosporus“. Damit schloss die Polizei von Anfang an rassistische Hintergründe der Morde aus, behandelte die Opfer wie Täter und ermittelte in Richtung organisierter „Ausländer-Kriminalität“. (weiter…)

Es wird einen Bus aus Frankfurt nach München geben.
Karten gibt es Montags im Cafe Exzess zu kaufen.

Ein schmaler Grat – Widerstand im KZ Buchenwald

Vortrag und Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit Bernd Langer von Kunst und Kampf (KuK) und der Rosa Luxemburg Stiftung Hessen

„Haben wir alles richtig gemacht?“ ist der Titel eines Interviews mit Paul Grünewald, der mit Karl Peix und Walter Krämer – beide wurden 1941 ermordet – eine Widerstandsgruppe im Krankenrevier des KZ Buchenwald bildete. Insbesondere Krämer war in der DDR als „Arzt von Buchenwald“ populär, im Roman „Nackt unter Wölfen“ setzte ihm Bruno Apitz ein literarisches Denkmal. Doch die einfache Schwarz-Weiß-Beschreibung von antifaschistischen Helden unterschlägt die komplizierten Verhältnisse in den Konzentrationslagern. Während nach Krämer Schulen, Straßen usw. benannt wurden, fand Karl Peix später kaum noch Erwähnung. Dabei war er zunächst von zentraler Bedeutung für den Widerstand in Buchenwald, verstrickte sich aber zunehmend in Machenschaften mit der SS, Vorwürfe gehen bis hin zu Mord. Im Gespräch berichtet Grünewald mit seltener Offenheit über das Dilemma von notwendiger Zusammenarbeit mit SS-Schergen, Korruption, Geldbeschaffung und politischem Selbstverständnis. Der Vortrag zu dem auf CD erschienenen Interview wird auf die Lebenswege der Handelnden eingehen und eine spannende Geschichte des Widerstands erzählen.

Montag, 15.4. | Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 19:00 Uhr

Den Flyer zur Veranstaltung findet ihr hier.