Archiv für Mai 2013

Der 1. Mai gehört uns!

Durch entschlossene Blockaden konnte die Kundgebung der NPD am 1. Mai verhindert werden: Über 3000 Menschen beteiligten sich an den Blockadeaktionen und der anschließenden Großdemonstration durch Frankfurt. Dabei waren aktive AntifaschistInnen einmal mehr massiver Repression ausgesetzt:

Im Vorfeld bereits wurde aktiver Antifaschismus kriminalisiert, indem die Bedrohung durch linke und antifaschistische AktivistInnen gegenüber der Kundgebung der Faschisten hervorgehoben wurde. Angesichts dieser Tatsachen, bleibt festzuhalten: Die Stadt Frankfurt hat sich ,entgegen der Lippenbekenntnisse ihres OB Feldmann, nicht auf die Seite der AntifaschistInnen gestellt, sondern im Gegenteil versucht, die NPD-Kundgebung mit Gewalt durchzusetzen. So wurde mit Schlagstock-, Pfefferspray- und Tränengaseinsatz gegen friedliche BlockiererInnen vorgegangen. Rund 100 Menschen mussten medizinisch versorgt werden, vier Personen wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Außerdem kam es zu 30 Ingewahrsamnahmen.

Nichtsdestotrotz war das Blockadekonzept ein voller Erfolg: Zuletzt hatten nur 10 Faschisten, den geplanten Kundgebungsort am Ostbahnhof erreicht. Knapp 150 Nazis, darunter Udo Pastörs (stellvertr. Bundesvorsitzender der NPD), mussten in Hanau, einer Kleinstadt vor Frankfurt, ersatzweise demonstrieren, nachdem sie nicht nach Frankfurt hinein kamen. Doch auch hier zeigten PassantInnen und die dortige 1.Mai Demonstration auf unterschiedliche Weise den Faschisten, dass sie nicht erwünscht waren. Schließlich mussten die Anmelder der NPD-Kundgebung in Frankfurt die Anmeldung zurückziehen.

Wir haben durch unser entschlossenes Vorgehen klargemacht: Der 1.Mai ist der internationale Kampftag der ArbeiterInnen für soziale Rechte und eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus – Der 1.Mai gehört uns.

Presse:
Ein ausführlicher Pressespiegel findet sich hier.
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Der 1. Mai gehört uns!
Internationale Solidarität gegen
Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg

Am 1. Mai plant die NPD eine bundesweit angekündigte Kundgebung vor der Europäischen Zentralbank. Unter dem Motto ,,Raus aus dem Euro‘‘ und gegen ,,Eu und Großkapital‘‘ versuchen die Faschisten sich in der Krise ein soziales Profil zu geben. Unabhängig von ihren Verlautbarungen steht dahinter weiterhin ein nationalistisches und rassistisches Weltbild. Als Teil des Internationalistischen Aktionsbündnisses (IAB) unterstützen wir die Mobilisierung gegen die Kundgebung der NPD:

Am 1. Mai 1886 wurde in Chicago der Generalstreik ausgerufen. Die ArbeiterInnen forderten den Achtstundentag. Vielen von ihnen mussten diesen Kampf mit dem Leben bezahlen. Seitdem ist für die ArbeiterInnenbewegung dieser Tag zum Kampftag gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung geworden. Die internationale Solidarität, die Verbundenheit aller Kämpfe weltweit wird an diesem Tag demonstriert werden. Bis heute kämpfen Menschen am 1. Mai für bessere Löhne, für Arbeitszeitverkürzung und demokratische Rechte. (weiter…)