Archiv für Oktober 2014

Großdemonstration: ,,Weg mit dem PKK-Verbot! Verteidigt die Revolution in Rojava!'‘

Anlässlich des Jahrestags des Betätigungsverbots der PKK in Deutschland und der anhaltend angespannten Situation um die kurdische Autonomie in Rojava, hatte das Internationalistische Aktionsbündnis Frankfurt (IAB) zu einer überregionalen Demonstration unter dem Titel ,,Weg mit dem PKK-Verbot! Verteidigt die Revolution in Rojava!'‘ aufgerufen. Dem Aufruf folgten zwischen 2000 und 3000 Menschen. An der Spitze lief ein mehrere hundert Menschen starker internationalistischer Block, in dem im Verlauf der Demonstration die Fahnen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) als Solidaritätsaktion gezeigt wurden.

Die Bullen provozierten immer wieder den Demonstrationszug: So wurde bereits zu Anfang der Demo die auf kurdischen Demonstrationen gängige Parole ,,Biji serok apo'‘ (Lang lebe der Vorsitzende Öcalan!) verboten; erfreulicherweise widersetzte sich der gesamte Demonstrationszug dieser Auflage. Auch später kam es ohne ersichtliche Grundlage zur Bildung von Spalieren – gerade im Bereich des internationalistischen Blocks. Nichtsdestotrotz konnte der Demonstrationszug ohne größere Vorfälle wie geplant bis zur geplanten Abschlusskundgebung auf dem Rossmarkt laufen.

Zum Aufruf:
Seit dem 15. September 2014 ist der Kanton Kobanê in Rojava heftigen Angriffen des sog. ,,Islamischen Staats‘‘ (IS), einer fundamentalistischen Miliz und ehemaliger Ableger der Al-Quaida, ausgesetzt. Aktuell wird die Stadt von drei Fronten mit schweren Waffen, die der IS u.a. zuvor als Teil der FSA (Freie Syrische Armee) durch den Westen erhalten hat, unter Beschuss gehalten. Doch mit Kobane wird nicht nur eine weitere Stadt in Syrien von den Dschihadisten bedroht, sondern das derzeit einzige revolutionäre und fortschrittliche Gesellschaftsmodell des Nahen und Mittleren Ostens. (weiter…)

Pressespiegel:
[jW], [ND], [FR], [FAZ], [LCM], [HR], [OP]

Internationalistischer Barabend: Die radikale Linke in Israel

Im November startet endlich wieder unser internationalistischer Barabend. Diesmal wird das Thema die radikale Linke in Israel sein. Wenn ihr Lust habt uns kennenzulernen, dann kommt vorbei und trinkt ein paar Bier mit uns!

Die letzte militärische Eskalation um Gaza ist gerade wenige Wochen her. Erneut sind hierzulande die Fronten aufgebrochen, die Apostel der bedingungslosen Solidarität zu dieser oder jener Seite aufeinander losgegangen. Untergegangen sind, mal wieder, die Stimmen der israelischen und palästinensischen Linken und deren Positionen zu dem anhaltenden Konflikt in Nahost. Das mediale Bild dominiert haben die ChauvinistInnen dieser oder jener Konfliktpartei: Jene, die sich hier in Frankfurt mit FundamentalistInnen und (türkischen) FaschistInnen gemein machten und damit das legitime Anliegen, gegen den Krieg der israelischen Regierung zu demonstrieren zugunsten der Allianz mit religiöser und ethnisierter Hetze diskreditierten, und jene Kräfte, die es im Bündnis mit dem politischen Establishment Frankfurts mit der rechtsradikalen Netanjahu-Regierung hielten und den menschenverachtenden Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung in Gaza zur ,,Sicherheitsoperation‘‘ verklärten. (weiter)

15.11.2014 | 20:00 Uhr | Koblenzer Straße 9 | Frankfurt/M

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Blockupy 2015 – #18M

In wenigen Tagen stehen erneut die Blockupy-Aktionstage in Frankfurt an. Am 18.03. soll die Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Gegenprotesten begleitet werden. Kritisch thematisiert wird dabei von einem breiten Bündnis verschiedener linker Gruppen und Organisationen u.a. die unrühmliche Rolle der EZB in der europäischen Krisenverwaltung als Teil der Troika (EZB, IWF, EU). Die Europäische Zentralbank als Institution ist zentraler Akteur bei der Durchsetzung der Verarmungspolitiken und Austeritätsmaßnahmen in den Ländern des europäischen Südens und damit Ausgangspunkt für die Proteste in den kommenden Tagen.

Kurz vor Beginn der Aktionstage gibt es noch mehrere Möglichkeiten, um sich zu informieren, mitzuarbeiten und zu vernetzen:

- Arbeitsfrühstück
Ab Samstag, 14.03. täglich | 10:00 Uhr | Cafe Exzess (Leipziger Str. 91)

- Bastel/Materialtreffen
Sonntag, 15.03. | 14:00 Uhr | Klapperfeld (Klapperfeldstr. 5)

- Rhein-Main Vollversammlung

Montag, 16.03. | 20:00 Uhr | Cafe Exzess (Leipziger Str. 91)

- Facebook Veranstaltung -

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Aktionstag: 18.03.

- Symbolische Blockaden
Ab 07:00 Uhr um die EZB.
Mehr Infos und Aktionskarte

- Aktionen und Kundgebungen

Ab 14:00 Uhr in der gesamten Stadt
Mehr Infos

- Blockupy-Demonstration
Ab 17:00 Uhr am Römer
Mehr Infos

Wichtige Anlaufpunkte:
Infotelefon: (+49) 0151 – 43 16 03 19 (ab Montag)
EA: (+49) 0160 – 95 65 74 26 (ab Montag)
Emotionale Erste Hilfe: (+49) 0152 – 16 22 02 09 (nur Mittwoch)
Knast-Shuttle: (+49) 0152 – 16 21 92 54 (ab Mittwoch)
Pennplatzbörse: (+49) 0157 – 85 36 58 72 (ab Sonntag)
Buskoordination: (+49) 01578 – 28 13 93 3 (ab Montag)

Infostruktur
Twitter: @blockupy
Aktionsticker: @blockupy_ticker
Facebook: fb.com/blockupy.europe
Youtube: youtube.com/blockupywebteam
Hashtags: #blockupy & #18m

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Mehr Infos:
Mobilisierungsseite des Blockupy-Bündnisses

Mobimaterial
Mobilisierungs-Zeitung des 3A-Bündnisses

Aufrufe
Perspektive Kommunismus und 3A-Bündnis

Aktionen

Antimilitaristische Aktion von Perspektive Kommunismus

Ausstellung ,,Trotz Alledem!'‘

Ab dem 23.10.2014 findet im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld eine Ausstellung unter dem Namen ,,Trotz Alledem! – Ein Porträt des Widerstandes im Rhein-Main-Gebiet'‘ statt. Ausgestellt sind die Linoldrucke aus der Werkstatt uah! von Thilo Weckmüller, die 25 WiderstandskämpferInnen aus der Rhein-Main Region abbilden.

Während der gesamten Zeit der Herrschaft des deutschen Faschismus haben Menschen Widerstand geleistet. Die meisten taten dies organisiert, andere aus einer individuellen Situation heraus. Auch als fast ganz Europa Ende der 1930er und Anfang der 40er dem deutschen Faschismus zu Füßen lag, als über Jahre nicht die geringste Aussicht bestand, das Regime zu Fall zu bringen – zumindest nicht in einem überschaubaren Zeitraum – trafen diese Menschen ihre jeweilige Entscheidung, unter Einsatz ihres Lebens für die Befreiung zu kämpfen, sich der Übermacht entgegenzustellen. Selbstverständlich war es diese Entschiedenheit, diese menschliche Größe, die Jede und Jeden von ihnen auf individuelle Weise zu ganz außergewöhnlichen Zeit­genoss_innen machte. Dazu gehört die Zuversicht und das historische Bewußtsein, das Richtige zu tun.

Am 23.10. selbst wird außerdem ein Wandbild der am kurdischen Freiheitskampf beteiligten und von türkischen Soldaten ermordeten Andrea Wolf eingeweiht. Verbunden wird die Einweihung mit einer Kundgebung vor dem Klapperfeld um 17:30 Uhr.

Einweihung des Wandbilds von Andrea Wolf und Kundgebung
23.10.2014 | 17:30 Uhr | Klapperfeldstraße 5 | Frankfurt/M

Ausstellungszeiten: 23.10. bis 16.11.2014
Di.: 17–20 Uhr | Sa. & So.: 15–18 Uhr

Weitere Informationen.