Archiv für Dezember 2014

Magdeburg: Naziaufmarsch verhindern!

Verschiedene linke Bündnisse und Gruppen rufen auch dieses Jahr dazu auf, den einzigen verbliebenen jährlichen bundesweiten Neo-Naziaufmarsch in Magdeburg zu verhindern. Voraussichtlich am 17.01.2015 wollen die Faschisten laufen und eine geschichtsrevisionistische Verklärung der Bombadierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg auf die Straße tragen. Wir schließen uns dem Aufruf der GenossInnen von der Antifaschistischen Aktion Burg an und rufen zur Teilnahme an der Vorabenddemonstration am 16.01. , sowie an weiteren Aktionen am 17.01. auf.

Zum 70. Mal jährt sich am 16. Januar 2015 die Bombardierung Magdeburgs durch alliierte Luftverbände im Zweiten Weltkrieg. Dieses Datum nutzen seit Jahren Neonazis aus ganz Deutschland um in der Stadt an der Elbe einen geschichtsrevisionistischen Aufmarsch durchzuführen. Bisher konnte dieser trotz stetig wachsendem Widerstand nicht verhindert werden, was u.a. auf das Zusammenspiel von Faschisten und Polizei zurückzuführen ist. Letztere war es, die in den vergangenen Jahren außerordentliche Mittel in Bewegung setzte um den Aufmarsch durchzuführen und gleichzeitig massiv gegen AntifaschistInnen vorging und die auch im Nachhinein massiv von staatlicher Repression betroffen sind (weiter…)

Vorabenddemonstration
,,Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig!'‘
16.01.2015 | 19:00 Uhr | Magdeburg/Hbf

Blockaden und Gegenaktionen
17.01.2015 | Stay tuned! – Bündnishomepage

Die GenossInnen von turn left organisieren außerdem einen Bus von Frankfurt nach Magdeburg. Die Tickets können bis zum 10.01.2015 in der Karl-Marx-Buchhandlung erstanden werden. Mehr Infos und Kontakt zur Buskoordination findet ihr hier.

Totgesagte Leben länger!

Auch im kommenden Jahr findet die alljährliche Gedenkdemonstration zur Ermordung der kommunistischen RevolutionärInnen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Berlin statt. Dieses Jahr organisieren die GenossInnen von den North East Antifascists Berlin [NEA] einen Antifa-Block unter dem Titel ,,Totgesagte leben länger! – Gemeinsam gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg'‘. Wir rufen zur Teilnahme an diesem Block auf!

Hiermit rufen wir Euch auf, am 11. Januar 2015, gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gedenken. Am 15. Januar 1919 wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps getötet. Karl Liebknecht wurde nach schwerer Misshandlung im Tiergarten hinterrücks erschossen. Unmittelbar danach wurde auch Rosa Luxemburg ermordet und in den Landwehrkanal geworfen. Die Taten waren skrupellos geplant, bestialisch vollzogen und mit stillschweigendem Einverständnis der sozialdemokratischen Regierung durchgeführt. Die Mörder sollten später am Aufbau des Nationalsozialismus beteiligt sein. Die beiden Toten werden für immer in unseren Herzen leben. Ihre Ideen und ihr Mut haben all die Jahre überdauert. Ihr steter Kampf gegen Faschismus und Imperialismus, ihr Wunsch der Enteignung des Kapitals, der Aneignung und Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums sowie die Befreiung aller Menschen von Ausgrenzung und Unterdrückung sind noch immer präsent. (weiter…)

Es wird auf dem Demonstrationszug auch einen internationalistischen Block der GenossInnen von der ARAB und NaO geben. Der Aufruf zum internationalistischen Block und dem Soli-HipHop-Konzert.

Rosa Luxemburg Konferenz
Samstag, 10.01.2015 | 10:00 Uhr | Urania/Berlin

Gedenkdemonstration

Sonntag, 11.01.2015 | 10:00 Uhr | Frankfurter Tor/Berlin

Es wird kalt…

Gerade in der Winterzeit wird die Situation von illegalisierten geflüchteten Menschen, die keine Unterkunft haben und daher auf der Straße schlafen müssen, prekär bis lebensgefährlich. Refugees Welcome schallt es auf unseren Demonstrationen. Sollte dieser Ruf nicht nur als Appell an politische Verantwortliche bzw. an die Staatsmacht gedeutet werden, sondern vor allem unsere politische Agenda der Solidarität und Selbstorganisierung gegen jene Staatsmacht widerspiegeln, dann sollten wir uns zusammenschließen, um zu helfen.

Dazu könnt ihr euch, falls eure WG – auch temporär – jmd. aufnehmen kann unter folgender Adresse melden: refugeesupportffm@lists.riseup.net. Die OrganisatorInnen verwalten die möglichen Schlafplätze und vermitteln den Kontakt zu den Refugees.

Außerdem gibt es inzwischen ein Spendenkonto.

Konto-Nr. 56820000
BLZ: 508 90000

IBAN: DE21508900000056820000
BIC: GENODEF1VBD

Volksbank Südhessen-Darmstadt eG.
Verwendungszweck: Lampedusa Frankfurt

Mit dem gespendeten Geld werden jene WGs finanziell unterstützt, die einen Refugee aufgenommen haben. Ihr habt also mehrere Möglichkeiten, um zu helfen.

Oury Jalloh: Das war Mord!

Am 07.Januar jährt sich die Ermordung von Oury Jalloh. Alljährlich organisieren die GenossInnen von Zusammen eV einen Bus zur antirassistischen Gedenkdemonstration in Dessau:

Zehn Jahre Mord an Oury Jalloh. Zehn Jahre Kampf um Aufklärung – zehn Jahre, in denen Staatsanwaltschaften und Gerichte gezeigt haben, dass sie kein Interesse an der Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh am 7.1.2005 in Dessau haben. Aber auch zehn Jahre, in denen viele Menschen gekämpft haben, sich solidarisch gezeigt haben und dafür gesorgt haben, dass Oury Jalloh nicht vergessen ist. Am 7. Januar wollen wir gemeinsam nach Dessau fahren, um zu zeigen: Wir sind hier und der Kampf geht weiter.

Abfahrt des Busses aus FFM
Mittwoch, 07.01.2014 | 7:00 Uhr | DGB (Wilhelm-Leuschner Straße 69)

Die Rückfahrt in Dessau wird am gleichen Tag gegen 17:00 Uhr sein. Tickets für den Bus gibt es im Stadtteilladen (Alt-Rödelheim 12) für 15 Euro (SchülerInnen/StudentInnen/Erwerbslose), 25 Euro für alle anderen.

Facebook-Event

Oury Jalloh – Das war Mord!

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE22100205000001233601
Zweck: Pathologische und Toxikologische Gutachten

Weitere Hintergrundinformationen: unter: http://www.jungewelt.de/2015/01-08/060.php