Archiv für April 2015

Tag der Befreiung: Der 8.Mai

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den Alliierten Streitkräften. Für die deutschen faschistischen Eliten und ihrem Anhang war er der Tag der Niederlage, war doch ihr imperiales und rassistisches Projekt vom ,,Großdeutschen Reich'‘ damit entgültig gescheitert. Für die Masse der Zivilbevölkerungen in den besetzten Ländern, dem innerdeutschen, aber vor allem gesamteuropäischen Widerstand war er dagegen der Tag der Befreiung. Anknüpfend an letztere Deutung organisierten wir vergangenes Jahr im Rahmen des Bündnisses 8.Mai eine Demonstration in aktuellem Bezug zu dem von faschistischen Kräften gestützten Regime in der Westukraine und dem Massaker an Oppositionellen Kräften im Gewerkschaftshaus von Odessa. Dieses Jahr sind wir nicht mehr Teil der Organisation, unterstützen jedoch trotzdem die Demonstration zum 8.Mai und die vorangehende Aktionswoche:

Rassistische Aufmärsche, Angriffe auf Flüchtlingsheime, immer mehr Kriegseinsätze und Aufrüstung, zunehmende Stimmung der Angst und Verschärfung der Gesetze: Stellen wir uns dem Rechtsruck entgegen! Am 8. Mai zum Jahrestag der Befreiung raus auf die Straße! Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom Faschismus. Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht war der faschistische Eroberungs- und Vernichtungskrieg beendet worden. Viele Millionen Menschen wurden durch den von Hitlerdeutschland entfesselten Krieg getötet – Zivilisten und Soldaten. Allein die Sowjetunion verlor 27 Millionen Bürger durch den Angriffskrieg der Wehrmacht. Wir wollen am 70. Jahrestag des 8. Mai die Befreiung feiern und den Menschen gedenken, die ihr Leben für die Befreiung geopfert haben. Der 8. Mai hat für uns eine Botschaft, die nie vergessen werden soll: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! (weiter…)

Aktionswoche
- Programm - | Alle Veranstaltungen an der Hauptwache

Demonstration
Freitag, 08.05.2015 | 18:30 Uhr | Kaisersack/HBF

Solidarität mit ATIK!

Europaweit kam es vergangene Woche zu Verhaftungen von GenossInnen unserer BündnispartnerInnen von ATIK! Allein in Deutschland wurden 6 Personen auf der fragwürdigen Basis von §129b verhaftet (Vorwurf der Bildung/Unterstützung einer kriminellen Vereinigung). Unsere GenossenInnen von der ATIK rufen nun zu einer bundesweiten Demonstration in Frankfurt gegen die Repression und Verhaftungen ihrer AktivistInnen auf. Wir sagen d‘accord mit ihnen: „Der revolutionäre Kampf ist überall legitim!“.

Bundesweite Demonstration
Samstag, 25.04.2015 | 13:00 Uhr | Kaisersack (HBF/Frankfurt)
Freiheit für alle politischen GefangenenInnen!

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Antirassistischer Bildungsstreik

Frankfurter SchülerInnen rufen für den kommenden Freitag zu einem Bildungsstreik auf, der die weitere Verschärfung des Asylrechts angreift. Wir unterstützen den Aufruf zur Demonstration:

Am 24. 04. 2015 findet die letzte Lesung des Gesetzesvorhabens zur „Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ im Bundestag statt. Dieses bringt fatale Konsequenzen für alle Geflüchteten und ihre Kämpfe mit sich. Überall auf der Welt zwingen Kriege, Armut und Verzweiflung tausende Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen und die beschwerliche Reise nach Europa anzutreten. Leider zieht die EU in dieser schweren Situation den Schutz ihrer Außengrenzen dem Überleben der Geflüchteten vor. Nicht nur durch militärische Abschottung nach außen, sondern auch durch rassistisches Handeln und Werten durch die Behörden, wird versucht, die Gründe für Flucht zu relativieren und den Refugees Kriminalität und Ausbeutung der Sozialsysteme unterstellt. Diese Politik bietet prächtigen Nährboden für rassistische Bewegungen wie „Pegida“ und spiegelt den Rechtsruck innerhalb der europäischen Parlamente wider (mehr…)

Freitag, 24.04.2015 | 10:00 Uhr | Alte Oper | Frankfurt/M
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2. Internationales Fest der Solidarität

Nach dem erfolgreichen “Internationalen Fest der Solidarität“ im vergangenem Jahr möchten wir uns auch in diesem Jahr am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der ArbeiterInnen, mit AnwohnernInnen aus dem Gallus und auch aus anderen Stadtteilen treffen. Wie schon im letzten Jahr ist es unser Ziel, mit vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zusammenzukommen und zu feiern. Neben einem breitem Kulturprogramm soll auf dem Fest die Möglichkeit gegeben werden, über gemeinsame Probleme zu diskutieren: Über (alltäglichen und institutionellen) Rassismus und über prekäre Arbeitsverhältnisse, über Umweltprobleme und über das, was sich auch im Gallus immer stärker bemerkbar macht, die Gentrifizierung des Stadtteils. Und die damit verbundenen immer höheren Mieten und die Schwierigkeiten, hier überhaupt noch eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dabei geht es uns auch darum, sich über gemeinsame Lösungsansätze zu verständigen.

Wir alle kommen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Trotz unterschiedlicher Herkunft sind unsere Probleme, unsere Lebensbedingungen, für alle hier dieselben. Das sollte uns auch in unserem Widerstand gegen die profitorientierte Wirtschaft und gegen eine Politik, die diese absichert, vereinen. Denn nur in einem solidarischen Miteinander können wir uns all diesen Problemen entgegenstellen, um unsere Lebensbedingungen, unser gesellschaftliches Sein und unsere Arbeits- und Wohnverhältnisse zu verbessern. Das Fest wird ein Kulturprogramm umfassen, bestehend aus internationaler Musik, Theater, Tanz, Folklore. Für Essen und Getränke sowie für ein Kinderprogramm ist gesorgt. Macht mit, bringt euch ein!

Kommt am 1.Mai zu unserem Straßenfest!
Diskutiert und feiert mit uns!

Freitag, 01.05.2015 | Franckenallee (Krifteler Straße) | 15:00 Uhr
In Kooperation mit zahlreichen anderen Linken Gruppen in FFM.

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- Programm -

Veranstaltung: ,,Warum Menschen fliehen'‘

Die Themen Flucht und Migration sind – vor allem in Auseinandersetzung mit neofaschistischen Kampagnen, aber auch repressiven Asylrechtsverschärfungen – in den vergangenen Jahren Schwerpunktthemen der Linken geworden. Auffällig in der Debatte um diese Themen ist, dass zwar repressive Asylgesetzgebungen und Abschottungspolitiken an den europäischen Außengrenzen, jedoch relativ selten der allgemeine Kontext von Flucht und Migration thematisiert wird. Imperiale Kriege und Bürgerkriege, ökonomische und ökologische Katastrophen, miserable Lebensbedingungen oder politische Verfolgung sind zentrale Motive für die Flucht von Menschen. Die Ursachen in imperialer Politik und neo-kolonialer Unterdrückung/Ausbeutung dürfen daher nicht ausgelassen werden, eine Kritik an diesen Politiken muss Bestandteil einer Auseinandersetzung mit diesem Thema sein.

Wir wollen mit Referenten der GenossInnen von Refugees for Change zum Zusammenhang von Flucht und ihren Ursachen ins Gespräch kommen und diskutieren, um Konzepte und Strategien einer gemeinsamen antifaschistischen und antirassistischen Praxis und ein Zusammengehen verschiedener Kämpfe zu entwickeln.

Diskussionsveranstaltung
20.04.2015 | 19:30 Uhr | Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5

In Kooperation mit dem Linken Forum Frankfurt.
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