Archiv für Februar 2016

Feministische Kämpfe – Im Spannungsfeld von Klasse, Rassismus und Imperialismus

Nachdem die sexistischen Übergriffe an der Sylvesternacht in Köln publik wurden glänzten besonders jene Teile der Herrschenden, die dem Feminismus und dem Kampf gegen Ungleichheit und Gewalt unverdächtig sind, mit der Verteidigung ,,ihres Abendlands'‘ unter Berufung auf Frauen und LGBT-Rechte. Um dieser Vereinnahmung feministischer Errungenschaften von rechts eine starke linke und antirassistische, feministische Positionierung entgegenzustellen, rufen linke Kölner Gruppen dieses Jahr zum traditionellen internationalen Frauenkampftag zu einer Großdemonstration auf. Auch das Internationale Zentrum (IZ) beteiligt sich an der Mobilisierung:

Nicht erst seit den sexistischen Übergriffen in Köln im Januar diesen Jahres werden Errungenschaften der Frauenbewegung seitens der Herrschenden und der Neuen Rechten repressiv und rassistisch gegen das ,,Fremde“ gewendet. Seitdem die Bush-Administration mit dem Angriffskrieg auf Afghanistan 2001 den ,,War on Terror“ startete, ist hierzulande und in der gesamten westlichen Welt, eine repressive und rassistische Kampagne gegen den Islam und die arabische Welt, seit der Zunahme der Fluchtbewegung auch gegen Geflüchtete allgemein ins Rollen gekommen. Der im Mainstream angekommene reformorientierte Feminismus ist zum Stichwortgeber für reaktionäre Politiken geworden, sei es zur Rechtfertigung imperialistischer Aggressionen, rassistischer Gesetzgebungen und Kampagnen, oder gar als Feigenblatt der Neuen Rechten, wenn es um ,,ihr“ Abendland geht. Zeit um über die Aktualität einer revolutionären, antirassistischen und internationalistischen Perspektive im Feminismus ins Gespräch zu kommen. (weiter…)

Mobilisierende Veranstaltung zur Großdemo in Köln
Donnerstag, 03.03.2016 | 19:00 Uhr | Internationales Zentrum (IZ) FFM
| - Facebook Event -

Mehr Infos zu den Bussen aus Frankfurt findet ihr hier.

Auf die Straße gegen die Vereinnahmung des Feminismus
durch die Herrschenden und die Neue Rechte!

Für einen revolutionären, klassenkämpferischen und antirassistischen Feminismus!

Unser Papier zum Thema

Infotour: Den Terror mit unserer Solidarität überwinden!

Die Ortsgruppe der Roten Hilfe Frankfurt veranstaltet zusammen mit der Föderation der Arbeitsimmigranten aus der Türkei (AGIF) im Rahmen einer bundesweiten Tour einen Bericht zum Massaker in Suruc vom Juli vergangenen Jahres. 33 GenossInnen, die mehrheitlich der sozialistischen Jugendorganisation SGDF angehörten, wurden von der Detonation der Bombe in den Tod gerissen. Es gilt inzwischen als sicher, dass eine vom türkischen Staat gedeckte IS-Organisation in der Türkei den Anschlag verübte. Ein Überlebender des Massakers besucht nun das Internationale Zentrum im Rahmen einer bundesweiten Tour und wird berichten.

Am 20. Juli 2015 detonierte auf dem Gelände des Amara Jugendzentrums in Suruç eine Bombe inmitten einer Gruppe von mehreren hundert Jugendlichen und riss 33 von ihnen in den Tod. Der Anschlag war ein gezielter Angriff des sog. Islamischen Staates (IS) auf die Föderation der sozialistischen Jugendvereine (SGDF). Etwa 300 aus der gesamten Türkei angereisten Mitglieder dieser linken Jugendorganisation hatten sich zum Ziel gesetzt, ihren Sommerurlaub in der umkämpften und vom Krieg nahezu zerstörten Stadt Kobane zu verbringen, beim Wiederaufbau zu helfen und Hilfsgüter dorthin zu transportieren. (weiter…)

Vortrag eines Überlebenden
Freitag, 26.02.2016 | 19:00 Uhr | Internationales Zentrum (IZ)
Ab 16:00 Uhr gibt es Essen und offenen Cafebetrieb.

Spendenkonto für die Hinterbliebenen:
Kontoverbindung:
Verein für internationale Freundschaft und Solidarität e.V.
IBAN: DE30 1001 0010 0656 3151 07 / BIC: PBNKDEFF /
Stichwort: SGDF

Veranstalter:

Rote Hilfe Frankfurt
AGIF Frankfurt

Mit Unterstützung von:
ADHK Frankfurt
Siempre*Antifa Frankfurt