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Internationales Fest Der Solidarität am 1.Mai

Vom 28. bis zum 30.April findet in Berlin ein von uns unterstützer Kongress zu Basisorganisierung, Autonomie und Gegenmacht statt. Bereits am Folgetag, dem 1.Mai, dem traditionellen Kampftag der Arbeiterklasse, findet ein vom Internationalen Zentrum veranstaltetes Strassenfest mit ebensolchem Anspruch statt im Frankfurter Gallusviertel. Das selbst organisierte „Internationale Fest der Solidarität“ greift aktuelle Themen auf und bietet neben Information und Austausch zahlreiche Acts zur musikalischen Unterhaltung. Das Programm sieht wie folgt aus:

Live-Musik (Bühne)
15:00 Uhr – IZ-Folklore-Gruppe
16:00 Uhr – Gosolow (ex Buzzfeeder, Stoner Rock)
16:45 Uhr – Old Heroes Die (Rock)
17:30 Uhr – Grup Anka (Folklore/Rock)
18:30 Uhr – Friendly Fire (Ska/Punk)
19:45 Uhr – DIM / Heada (HipHop)
21:00 Uhr – Dubs Till Dawn (Dancehall/DJ)
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Politische Workshops
14:00 Uhr – Streetart
15:15 Uhr – Vortrag zu Mexiko dem mit ya-basta-Netz
16:30 Uhr – Vortrag ,,Brasilien: die Folgen des Putsches“ mit Carlos Santana
17:45 Uhr – Vortrag ,,Instabile Diktatur? Die Türkei nach dem Referendum“ mit Alp Kayserilioglu
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Kinderbetreuung
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Es werden Essen und Getränke aus verschiedenen Kulturen zu einem günstigen Preis angeboten. Neben Softdrinks und Bier gibt es auch die leckeren Soli-Longdrinks an einem Stand zu kaufen.
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– Infostände (bei Interesse für einen Infostand e-Mail an: info@iz-ffm.de)

Unterstützer: Project Shelter, Mieten runter im Gallus, Mieterinitiative für bezahlbaren Wohnraum, Fluchtursachen bekämpfen Frankfurt

Infos und Facebookevent

Fest der Solidarität am 1.Mai | ab 14.00 Uhr | Frankfurt | Koblenzer Strasse | Veranstalter: Internationales Zentrum

AUFRUF

Selber machen! – Kongress zu Basisorganisierung, Gegenmacht und Autonomie

Wir versuchen seit längerem, eine strategische Neuausrichtung, weg von der Kampagnen-, Event- und Szenepolitik, hin zur Basisarbeit und -organisierung, in Frankfurt/Main zu etablieren. In etlichen unserer Texte haben wir versucht, die Isolation von Teilbereichskämpfen aufzubrechen, den Bezug verschiedener Themen wie Antira, Antimilitarismus, Antirepression, Feminismus, Antifaschismus, Stadtpolitik usw. zur gesellschaftlichen Totalität herzustellen, sie untereinender und mit der sozialen Frage zu verbinden und eine klassenkämpferische und internationalistische Perpektive vorzustellen und neu zu entwickeln.

Auch andere Zusammenhänge diskutieren zur Zeit ähnliche diesen Strategiewechsel. Diese Debatten wollen wir auf einem Kongress zusammenbringen. Mit ihm wollen wir einen Rahmen schaffen, in dem Aktivist*innen ihre Erfahrungen austauschen können. Gemeinsam wollen wir uns Fragen stellen, auf die die außerparlamentarische Linke Antworten finden muss, will sie ein wirklicher gesellschaftlicher Faktor werden. Auf dem Kongress werden Initiativen und Aktivist*innenaus unter schiedlichen Bereichen sowohl aus dem deutschsprachigen Raum als auch international zusammenkommen, aus ihrer Praxis berichten, ihre Erfahrungen austauschen und sich über die Perspektiven und Aktionsformen der jeweils anderen informieren können. Dafür wird es Veranstaltungen unter anderem zu Stadtteilarbeit, Geflüchtetenselbstorganisierung, Frauenselbstorganisierung, Kollektivbetrieben und Arbeitskämpfen geben. Internationale Gäste werden über die solidarischen Gesellschaften in Kurdistan und Mexiko berichten. Gerahmt wird der Kongress von Strategiediskussionen zu Rätestrukturen und zu praktischen Organisierungsansätzen in der Gegenwart. Mit Open Space wird es parallel zu den Programmpunkten Raum für Projekte zur eigenen Gestaltung und Verwendung geben.

Wir sehen, wie wiederholt in unseren Beiträgen dargelegt, die bisherige Kampagnen- und Szenepolitik der radikalen Linken als unzureichend an. Stattdessen ist eine Verbreiterung und Selbstorganisierung der Basis nötig. Der Kongress soll einen Ort erschaffen, an dem Impulse für die langwierigen Aufbauprozesse zustande kommen, denen wir alle uns in den kommenden Jahren widmen werden müssen – wenn wir wirkliche Alternativen zur Debatte stellen wollen. Diese sollen möglichst viele gesellschaftliche Bereiche umfassen und so einen Ausweg aus Krise, Kapitalismus und Rechtsruck eröffnen. Allerdings wirft diese strategische Perspektive eine ganze Reihe schwieriger Fragen auf, die Analyse, Taktik und Umsetzung betreffen. Insbesondere auch was die Dialektik zwischen kleinteiliger und dezentraler Arbeit im Alltag und gesellschaftlicher Wirksamkeit, Gegenmacht und Gegenöffentlichkeit angeht.

,,Selber machen – Kongress zu Gegenmacht, Basisorganisierung und Autonomie'‘
28. – 30.04.2017 | Im Bethanien, Berlin-Kreuzberg

Infos und Programm unter https://www.selbermachen2017.org/

Zum 18.03.: Solidarität und Antirepression

Einige allgemeine Gedanken zur Bedeutung von Antirepressionsarbeit

Der 18.03. ist traditionell der Tag der Solidarität gegen staatliche Unterdrückung und mit den politischen Gefangenen weltweit. Gerade in einer Zeit, in der sich staatlicher Autoritarismus und gesellschaftlicher Rechtsruck deutlich bemerkbar machen, kommt Antirepressionsarbeit eine weitreichende Bedeutung zu. Sie bedeutet Solidarität mit denjenigen, die kämpfen und deshalb von Repression betroffen sind, insbesondere politischen Gefangenen. Wir verstehen Antirepression aber auch als präventiven Ansatz. Es geht darum, den Gegner analytisch richtig einzuschätzen, praktisch die Möglichkeit der Abwehr staatlicher Angriffe durch wirksamere Organisierung unsererseits zu erhöhen und technisch durch die Erarbeitung und Einhaltung eigener Sicherheitsstandards Risiken und Überwachungsmöglichkeiten zu verringern. Politisch müssen wir versuchen – G-20 wird ein Gradmesser dafür sein –, unsere Basis zu verbreitern und uns nicht spalten zu lassen, um der durch Feindbildinszenierung wirkenden Isolierung der Revolutionäre von der Bevölkerung entgegenzuwirken. Und die staatlich propagierte „Sicherheit“, also den durch law and order geprägten Klassenkampf von oben, ideologisch zu entlarven.

Prinzipien und Strukturen
Bezüglich der Einschätzung von Antirepression verweisen wir auch auf die Prinzipien des Netzwerks „Freiheit für alle politischen Gefangenen“. Ein Auszug: “ Repression betrachten wir als Teil des Klassenkampfes von oben…Repression richtet sich nicht ausschließlich gegen den aktiv kämpfenden Teil der Klasse, sondern gegen die gesamte Klasse. Repression ist die logische Konsequenz des Kapitals, um den Widerstand bereits im Keim zu ersticken und die Ausbeutungs-Bedingungen zu optimieren. Antifaschistischer, antikapitalistischer, antirassistischer, antipatriarchaler und antiimperialistischer Widerstand wird über ideologische Unterschiede hinweg verfolgt und angegriffen…diesen Angriffen der staatlichen Behörden müssen wir unsere geeinte Antwort der Solidarität entgegensetzen.“ Auch möchten wir an dieser Stelle etwas Werbung für die Rote Hilfe machen (wer jetzt noch nicht Mitglied ist – es wird höchste Zeit), deren Broschüren für linke AktivistInnen zur absolute Pflichtlektüre gehören sollten.

Veranstaltung zum linken Solidaritätsbegriff
Des weiteren möchten wir auf eine Veranstaltung hinweisen, die im Rahmen einer bundesweiten Reihe der Roten Hilfe im Internationalen Zentrum in Frankfurt stattfinden soll. Die Veranstaltung greift in einer Podiumsdiskussion den Solidaritätsbegriff auf und stellt stellt die Frage, ob dieser wirklich unteilbar und strömungsübergreifend gültig oder ob er abhängig von politischen Inhalten der Betroffenen, d.h. selektiv und damit auch Ausdruck von Trennung ist. Ankündigungstext und Namen der ReferentInnen stehen hier.

Keine Zusammenarbeit mit Staat und Repressionsbehörden! Solidarität ist unsere Waffe! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Umkämpfte autonome Zonen – Ein anderer Blick auf Mexiko

Ein Referent aus Nürnberg wird euch an diesem Abend über Aufstände und organisierte bewaffnete Selbstverteidigung im Kampf gegen Narco-Kartelle und Regierung informieren – ganz ohne romantisierenden Blick. Im ersten Teil der Veranstaltung wird ein Blick auf den Stand des Drogenkriegs und auf soziale Bewegungen, Autodefensas, kommunale Selbstregierung und autonome Volkspolizeibewegungen in den mexikanischen Bundesstaaten Guerrero und Michoacan geworfen – ein durchaus widerspruchsvoller Prozess. Im zweiten Teil wird eine Dokumentation über die autonome Gemeinde Cheran im Staat Michoacan gezeigt. 2011 erhoben sich die Bevölkerung Cherans gegen illegalen Holzabbau der Mafia und die Komplizen des organisierten Verbrechens, nämlich Polizei, PolitikerInnen und die Regierung. Seit ihrer Entscheidung für Selbstverwaltung und bewaffnete Selbstverwaltung und bewaffnete Selbstverteidigung leben die KommunardInnen von Cheran ohne Parteien, Polizei oder Bürgermeister. In ihrem Kampf verlassen sie sich auf Räte und Kollektivität.

Organisiert von Siempre*Antifa und Internationalem Zentrum. Mit einem Referenten der Organisierten Autonomie Nürnberg

Vortrag & Diskussionsveranstaltung
25.02.2017 | 20:00 Uhr | Internationales Zentrum (IZ) | Koblenzerstraße 17 | Frankfurt/M

Veranstaltung: Demokratie in Gefahr – Faschismus und Staatsapparat

Während im Juli vergangenen Jahres die meisten Menschen die Fußball-Europameisterschaft verfolgten, wurde das sogenannte Bundesintegrationsgesetz im Bundestag verabschiedet. Kurz darauf folgte die Konzeption „Zivile Verteidigung“ des Innenministeriums. Das innenpolitische Gegenstück zum Anfang 2017 veröffentlichten Weißbuch der Bundeswehr. Was in den beiden Papieren geschrieben steht – hinsichtlich des außenpolitschen Kurses der BRD, sowie der Aushebelung grundlegender Staatsbürgerrechte im Innern, soll in der Veranstaltung geklärt werden. Was müssen die Konsequenzen für die Gesellschaft, insbesondere die fortschrittliche linke Bewegung sein?

Vortrag & Diskussionsveranstaltung

Dienstag, 21.02.2017 | 19:00 Uhr | Internationales Zentrum (IZ) |
Koblenzerstraße 17 Frankfurt/M